Optische Technologien als Innovationstreiber in der Medizin

Workshop zum Strategieprozess „Photonik2020“ konferierte in Jena über die essenziellen Forschungsthemen der deutschen Biophotonik-Industrie.

Die Vielfältigkeit der Optischen Technologien in der Biophotonik.

24.02.10

Ein reger Gedankenaustausch bestimmte den Workshop „Photonik in Lebenswissenschaften und Gesundheit“, der am 2. und 3. Februar 2010 am Jenaer Institut für Photonische Technologien stattfand. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Popp (IPHT) und Dr. Markus Weber (Carl Zeiss AG) identifizierten die Teilnehmer wichtige Bedarfsfelder der Optischen Technologien für Innovationen aus der Biophotonik und diskutierten, welche Rahmenbedingungen Wirtschaft und Wissenschaft hierfür benötigen. Der Workshop ist Teil eines übergeordneten Strategieprozesses, den die Initiative „Photonik 2020“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eingeleitet hat. Die Initiative will hiermit ein optimales Innovationsklima in der deutschen Photonik-Industrie fördern und dafür sorgen, dass gesellschaftlich hochrelevante Lösungen aus Licht noch schneller als bisher in der Praxis ankommen.

Am ersten Tag diskutierten die rund 60 Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft grundlegende Aspekte von Innovationen in der Biophotonik, beispielsweise Hemmnisse auf dem Weg von der Forschung zum Produkt sowie Chancen und Risiken für mittelständische Firmen. Auf großes Interesse traf auch eine Studie zur künftigen Entwicklung von Volkskrankheiten. An welchen Stellen forschende Mediziner ganz besonders auf Innovationen aus der Biophotonik angewiesen sind, erfuhren die Teilnehmer am zweiten Tag. Ärzte und Biowissenschaftler legten konkrete Bedarfsfelder dar und entfachten damit eine lebhafte Diskussion darüber, wie die Photonik diese Bedürfnisse optimal bedienen kann. So entstand zum Abschluss des Treffens nicht nur eine lange Liste wichtiger Forschungsthemen, sondern auch der Wunsch der Teilnehmer, den fruchtbaren Dialog bei weiteren Treffen fortzusetzen.

Am 23. März 2010 wird der Workshop zum Forschungsschwerpunkt Biophotonik (WS 2: Life Science und Gesundheit) im Rahmen des Strategieprozesses „Photonik2020“ in Berlin fortgeführt. In fünf übergeordneten Workshops zu den großen Bereichen der Photonik in Deutschland wird in Berlin über die Chancen und die Zukunft der Optischen Technologien in insgesamt 15 Arbeitsgruppen diskutiert werden:

  • Produktion und Maschinenbau
  • Life Science und Gesundheit
  • Kommunikation und Information
  • Beleuchtung und Energie
  • Emerging Technologies


Genauere Informationen zum Strategieprozess „Photonik2020“ folgen in Kürze.


Ergänzende Bildunterschrift (im Uhrzeigersinn von oben links beginnend):
- Hochpräzise Laserbehandlungen in der Augenmedizin: Illustration der minimal-invasiven Abtragung von Hornhautgewebe mit dem Femtosekundenlaser innerhalb der Hornhaut (Bildquelle: Optische Geraete GmbH) 
- Sichtbar gemachte Aktivität von Genen unter dem Fluoreszenzmikroskop (Bildquelle: Ludwig Maximilians Universität München)
- Dreifachmarkierung von Epithelzellen in den Nierenkörperchen einer Ratte unter dem Laser Scanning Mikroskop (Bildquelle: Carl Zeiss Jena GmbH)
- Arzt an einem telemikroskopischen Arbeitsplatz im Institut (Ludwig Maximilians Universität München)


Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Biophotonik erhalten Sie unter www.biophotonik.org

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