Die europäische Technologieplattform für Optische Technologien - Photonics21

Als Europäische Technologieplattform vereint Photonics21 mehr als 1.600 Mitglieder. Führende Unternehmen und Forschungs­einrichtungen haben sich zur Technologieplattform Photonics21 zusammengeschlossen, um Europas Stellung in den Optischen Technologien weiter voranzutreiben. In sieben Arbeitsgruppen (Information & Kommunikation, Industrielle Produktion, Life Sciences, Beleuchtung, Sicherheits- und Messtechnik, Optische Komponenten und Systeme sowie  Aus- und Weiterbildung) erarbeiten Experten aus Forschung und Industrie Handlungsempfehlungen für die Europäische Kommission sowie Strategien zur Förderung einer europäischen Zusammenarbeit.

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EU-Kabinettschef Rudolf Strohmeier (8. von links) erhält die neue strategische Forschungsagenda "Lighting the way ahead" aus den Händen der Photonics21-Mitglieder auf dem Annual Meeting im Januar 2010 in Brüssel (Quelle: Photonics21).
Martin Goetzeler (Präsident Photonics21, CEO Osram, re.) und Bernd Schulte (Vizepräsident, CEO Aixtron, li) begrüßten EU Kommissarin Viviane Reding und Mitglied des EU Parlaments Malcolm Harbour zum Annual Meeting 2008 (Quelle: Photonics21).

Im Dezember 2005 gegründet, ist Photonics21 inzwischen die Technologieplattform für alle Akteure der Optischen Technologien in Europa. Eine der wesentlichen Aufgaben der Plattform ist neben dem Zusammenbringen der verschiedenen europäischen Experten im Bereich Photonik, die Erarbeitung von Forschungsthemen, die in die Förderprogramme der Europäischen Union einfließen.

Die Technologieplattform setzt sich aus sieben Arbeitsgruppen zusammen, die u.a. regelmäßig Beiträge zur Strategischen Forschungsagenda erarbeiten. Sie orientieren sich an den zukunftsträchtigsten Anwendungsgebieten der Optischen Technologien: Information- und Kommunikationstechnik, Industrielle Fertigung, Life Science und Medizin, Beleuchtung und Displays, Messtechnik und Sensorik, Fertigung von optischen Komponenten und Systemen sowie den Querschnittsthemen Aus- und Weiterbildung in den Optischen Technologien und Rolle der wissenschaftlichen Forschung im Innovationsprozess.

Durch die Plattform soll zudem eine bessere Abstimmung von nationalen Forschungsaktivitäten und Förderprogrammen erreicht werden. Das BMBF begrüßte die Schaffung der Plattform ausdrücklich und hat deshalb diese Initiative, die vor allem von der europäischen optischen Industrie getragen wird, nachhaltig unterstützt.

Aufgrund der Initiative von Photonics21 ist es gelungen, in der Europäischen Kommission unter dem Direktorat „Informationsgesellschaft und Medien“ eine eigene Unit für Photonics einzurichten. Ende 2006 wurde - erarbeitet durch die Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen - die erste Strategic Research Agenda (SRA) zum Thema Optische Technologien veröffentlicht und an die EU-Kommission überreicht,  2007 folgte eine Economic Impact Study, die den Status Quo und das Entwicklungspotential der Optischen Technologien in Europa widerspiegelt. Im Januar 2010 wurde in Brüssel die neue strategische Forschungsagenda "Lighting the way ahead" an die EU-Kommission überreicht und anschließend veröffentlicht.

Der Plattform gehören alle 23 Partner der EU-Mitgliedsstaaten an. Martin Goetzeler, CEO von OSRAM, ist der derzeitige Präsident von Photonics21.

Zur Bedeutung der Optischen Technologien für Europa:
Im Jahr 2008 wurden weltweit 270 Mrd. Euro mit Produkten aus den Optischen Technologien umgesetzt. Die Prognose für 2015 geht, bei einer Wachstumsrate von 7,6 Prozent, von einem Weltmarktvolumen von 439 Mrd. Euro aus. Zurzeit beschäftigt die Branche in Europa 290.000 Mitarbeiter in den Bereichen von der Medizintechnik bis hin zur lasergestützten Fertigung. Auch hier sind die Wachstumsraten beeindruckend. 

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