
Die europäische Forschungsförderung - vor allem die vermittels der Forschungsrahmenprogramme (FP) der Europäischen Kommission - gewinnt eine immer stärkere Bedeutung. Das durchschnittliche jährliche Volumen des 7. FP hat gegenüber dem 6. FP einen Aufwuchs von 60 Prozent erfahren. Mit Forschungsgeldern von durchschnittlich 7,8 Milliarden Euro pro Jahr macht das FP somit mittlerweile einen Anteil von fünf Prozent der Gesamtausgaben für zivile Forschung in Europa aus. Erklärtes Ziel der Kommission ist es, dieses Budget weiter zu erhöhen.
Aktuelle und grundlegende Informationen über die wichtigsten FP7-Förderthemen und -Ausschreibungen im Bereich der Optischen Technologien und der Photonik finden sich auf der Internetseite Photonics Unit der Europäischen Kommission.
Nach wie vor stammt der bei weitem größte Teil der öffentlichen Fördermittel für Forschung allerdings aus nationalen Programmen und wird auch auf nationaler Ebene bereitgestellt. Daher praktizieren nationale Fördergeber wie z. B. das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderagenturen und Projektträger in wachsendem Maße die Zusammenarbeit mit ihren Amtskollegen in den anderen Mitgliedsstaaten. Dazu gehört vor allem die koordinierte bzw. gemeinsame Förderung von FuE-Projekten mit Mitteln aus den nationalen Programmen. Die Europäische Kommission wirkt hier oftmals initiativ oder unterstützend mit.
Im Bereich der Optischen Technologien gibt es solche Kooperationen seit 2005. Ein wichtiges Gremium für den Austausch und die Anbahnung von Kooperationen mit Fördergebern in anderen Ländern und Regionen ist die Mirror Group der Europäischen Technologieplattform Photonics21. Aus diesem Kreis sind auch die Impulse für die zurzeit laufenden transnationalen Förderinitiativen hervorgegangen:
Weitere Förderinitiativen sind in gegenwärtig in der Diskussion bzw. in Vorbereitung.
Informationen über aktuelle europäische Ausschreibungen sind unter anderem auf der Seite http://www.photonics21.org/europe/calls.php erhältlich.